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2018年4月27日 星期五

Schulterblick beim Chefredakteur

WELT AM SONNTAG

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
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in den vergangenen Tagen hatte ich die Ehre, sowohl den reichsten als auch den zweitreichsten Mann der Welt zu treffen. Wobei Reichtum ja noch kein Grund ist, jemandem Ehre zu erweisen, aber Jeff Bezos, der Gründer von Amazon, und Bill Gates, der Mann hinter Microsoft, sind beeindruckende Persönlichkeiten. Und zwar, weil sie kluge Sachen sagen, weil sie charmant sind und weil man natürlich im Hinterkopf immer denkt: Meine Güte – dieser Mann hat dein Leben verändert.

Gates hat unsere Welt vercomputert, die Rechenmaschine aus der Industrie in die Haushalte geholt. Und Jeff Bezos, tja – bei uns vergeht kein Tag, an dem nicht ein Paket von Amazon bei uns eintrifft.

Shoppe ich deshalb weniger local, also in der City? Zugegeben: Bei CDs stimmt das, einfach weil die Alben, die ich kaufen möchte, in stationären Geschäften nicht zu bekommen sind. Ansonsten habe ich eher das Gefühl, insgesamt mehr zu kaufen, seit es Amazon gibt. Beispielsweise eine ganze Kollektion von Leinenshirts zum günstigen Preis, die mir gut stehen würden, wie ich fand. Meine Frau war anderer Meinung, aber lassen wir das...

Also: Gates und Bezos sind auch in der Nahaufnahme wirklich beeindruckende Menschen. Dem Amazon-Chef hat unser Haus in diesem Jahr den Axel Springer Award verliehen, daher war er am Dienstag bei uns in Berlin zu Gast. Wie der Abend verlief, welche Worte Finanzguru Warren Buffett und Fiat-Chrysler-Chef John Elkann als Laudatoren fanden und vieles mehr, lesen Sie in unserer großen Beilage zum Axel Springer Award 2018.

Im Blatt beschäftigen wir uns in der Politik natürlich mit dem Mini-Staatsbesuch von Angela Merkel bei Donald Trump in Washington. Robin Alexander ist mit an Bord der Kanzlerinmaschine und hautnah dabei. Eines scheint gesetzt: So gemütlich und fast kumpelhaft wie das Treffen zwischen Macron und Trump wird es am Freitagabend wohl kaum sein.

Zwei Wochen führte ihn die Lesereise zu seinem aktuellen Bestseller „Remix 3" durch ganz Deutschland, trotzdem hat unser Autor Benjamin von Stuckrad-Barre Zeit gefunden, sich mit Joko Winterscheid zu treffen und mit ihm ein Gespräch über, nun, so ziemlich alles zu führen. Ich kenne die Rohfassung und habe mich wirklich sehr amüsiert.

Außerdem unter anderem: aktuelle Bundesliga mit neuen Schicksalsspielen für den HSV und Köln, ein Gespräch mit Oliver Kahn über die Bayern in der Champions League, der Erfahrungsbericht unseres Redakteurs Nando Sommerfeld, der als Strompreisnomade von Anbieter zu Anbieter zieht und dabei 350 Euro im Jahr spart, ein Bericht über die Langeweile der Grenzer an der Grenze zu Österreich, Volker Kauder über Antisemitismus, ein Medizin-Report darüber, bis wann welche Vorsorge wirklich nötig ist, eine Reise durch Andalusien und auf eine Insel, die Methana heißt und wohl auch so riecht...

Sie merken, ich bin mit schwirrendem Kopf aus der Redaktionskonferenz gekommen, so vielfältig war das Angebot der Kollegen aus den Ressorts.
 
 
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So leer sieht übrigens die WamS-Eins noch am Freitagmorgen aus.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start ins Wochenende,
Ihr Peter Huth
 

taz Newsletter vom 27. April 2018

*** taz am Wochenende ***
1. THEMEN AM 28./29. April

*** Geschenkt ***
2. FREIKARTEN FÜR REBECA LANE
3. FREIKARTEN FÜR LUCY DACUS

*** 1. Mai ***
4. DIE taz ZUM TAG DER ARBEIT

*** taz FUTURZWEI ***
5. WOHNST DU NOCH ODER DEMONSTRIERST DU SCHON?

*** taz lab ***
6. WIE ES WAR

*** taz Blogs ***
7. BEWEGUNG: DER BAYERISCHE KREUZFAHRER
8. HAUSBLOG: WIE TICKT DIE taz?

*** Berliner Bewegungs-Kolumne ***
9. MEHR ALS EIN ARBEITER*INNENKAMPFTAG

*** Freie Stellen in der taz ***
10. STELLENAUSSCHREIBUNGEN VON REDAKTION UND VERLAG

*** Produkt der Woche ***
11. PLASTIKTÖPFE WAREN GESTERN!

*** Veranstaltungen in Berlin ***
12. DIE NÄCHSTEN 200 JAHRE MARX
13. STÖBERN SIE IN taz-NOSTALGIE!

*** taz Salon Bremen ***
14. JUBILÄUM MIT FOLGEN

*** Kontakt ***
*** Newsletter abbestellen ***
*** Impressum ***

******************************************

*** taz am Wochenende ***
1. THEMEN AM 28./29. April

COMIC: Über einen Zeitraum von fünf Jahren hat Mathieu Sapin den Schauspieler Gerard Depardieu begleitet. Sein Auftrag: eine schonungslose Comic-Biografie des russophilen Exzentrikers. Das Ergebnis ist ehrlich, intim und oft sehr lustig.

AFD: Seit einem halben Jahr sitzt die rechtspopulistische Partei nun im Bundestag. Wurde sie vom parlamentarischen Betrieb gezähmt? Oder hat sie ihm ihren Stempel aufdrücken können? Eine Zwischenbilanz.

HAUSBESUCH: In Freiburg lebt eine Frau zusammen mit Zwergen, Wassergeistern, Riesen und einem kleinen Drachen. Helga Gebert hat ihr Leben lang Märchen illustriert. Sie ist ein Widerspruchsgeist.

ADBUSTING: Sie verändern Werbeplakate im öffentlichen Raum und üben damit Kapitalismuskritik. Doch wie machen sie das, ohne dabei aufzufallen? Ein Adbusting-Aktivist erklärt es uns.

AFROEUROPÉEN: In Frankreich spielen Black Studies kaum eine Rolle, trotz der langen Kolonialgeschichte des Landes. Warum das so ist, erklärt uns Pap Ndiaye, Historiker und einziger schwarzer Professor an der Sciences Po.

SACHKUNDE: Das Design der Sitzbezüge in deutschen Bussen und Bahnen ist ein eigenes Universum, in vielen Blautönen und voller Scheußlichkeiten. Der Farbexperte Axel Venn erklärt, was gut funktioniert - und was weniger.

MITTELMEER: Der Titel "Kulturhauptstadt 2013" hat Marseille verändert, neuen Auftrieb gegeben, Potenziale freigelegt. Doch als impulsgebende Metropole tut sich die Stadt noch immer schwer.

Mit Kolumnen von Peter Unfried, Klaus Raab, Ariane Sommer, Philipp Eins



*** Geschenkt ***
2. FREIKARTEN FÜR REBECA LANE

Neue Tracks stellt Rebeca Lane zusammen mit dem Rapper Zaki aus El Salvador und dem peruanischen DJ Kuto Selektah Quilla auf einer Tour im Mai 2018 vor.
Wir verlosen je 5x2 Freikarten für Konzerte in Jena, Köln, Berlin und Frankfurt/M:
http://www.taz.de/!166389/



3. FREIKARTEN FÜR LUCY DACUS

Die gewitzte Songwriterin stellt auf einer Deutschlandtour ihr neues Album vor.
Wir verlosen je 2 Freikarten für Konzerte in Berlin, Hamburg und Köln.
http://www.taz.de/!166421/



*** 1. Mai ***
4. DIE taz ZUM TAG DER ARBEIT

Immer aktuell auf dem Laufenden wenn es um die Demos und Veranstaltungen zum ersten Mai geht: Mit dem Live-Ticker auf www.taz.de
Am Mittwoch dann ausführliche Berichte und Reportagen in der gedruckten taz.



*** taz FUTURZWEI ***
5. WOHNST DU NOCH ODER DEMONSTRIERST DU SCHON?

Die eigenen vier Wände sind die neue soziale Frage. Die Antworten liegen nicht mehr nur in der Mietenpolitik.
https://taz.de/!166451/



*** taz lab ***
6. WIE ES WAR

Der taz-Kongress zum Nacherleben mit Berichten, Videos uvm.
http://taz.de/!p5143/



*** taz Blogs ***
7. BEWEGUNG: DER BAYERISCHE KREUZFAHRER

"Nicht das Kreuz ist das Problem, sondern der Söder" schreibt der Stern. Diesem Statement können wir uns nur anschließen und glücklicherweise hat er mit seiner Ankündigung, dass ab 1. Juni in jeder bayerischen Amtsstube ein Kreuz zu hängen hat, vornehmlich Spott geerntet.
http://blogs.taz.de/bewegung/



8. HAUSBLOG: WIE TICKT DIE taz?

Der Blog aus der taz über die taz mit Innenansichten, Kontroversen und aktuellen Entwicklungen.
http://blogs.taz.de/hausblog/



*** Berliner Bewegungs-Kolumne ***
9. MEHR ALS EIN ARBEITER*INNENKAMPFTAG

Der 1. Mai 2018 gilt nicht nur dem Protest gegen kapitalistische Ausbeutung, auch Afrin und die AfD sind Anlass genug, auf die Straße zu gehen.
http://www.taz.de/!166429/



*** Freie Stellen in der taz ***
10. STELLENAUSSCHREIBUNGEN VON REDAKTION UND VERLAG

Wir suchen zurzeit Softwareentwickler/innen mit Schwerpunkt Web- und Mobil-UI sowie eine/n Auslandsredakteur_in für Nahost.
http://taz.de/!126893/



*** Produkt der Woche ***
11. PLASTIKTÖPFE WAREN GESTERN!

Die Pflanzsäcke aus recycelten Plastikflaschen sehen toll aus und ermöglichen ein gesundes Wurzelwachstum.
http://shop.taz.de/product_info.php?products_id=244582&med=Newsletter&plc=Newsletter_Pflanzsack



*** Veranstaltungen in Berlin ***
12. DIE NÄCHSTEN 200 JAHRE MARX

China schenkt Trier, Marx' Geburtsstadt, zum Jubiläum eine vier Meter hohe Statue des Theoretikers. Ist es Zeit für eine unaufgeregte Diskussion seiner Ideen im 21. Jahrhundert?

Eine Diskussion mit Ulrike Herrmann, Wirtschaftskorrespondentin der taz und Tom Strohschneider, Publizist und Redakteur des Wirtschaftsmagazins OXI

Moderation: Stefan Reinecke, taz Redakteur
Do., 03.05.2018, 19 Uhr
taz Café, Rudi-Dutschke-Straße 23, 10969 Berlin
Eintritt frei
http://www.taz.de/!166414/



13. STÖBERN SIE IN taz-NOSTALGIE!

Es wird verlost, versteigert, verschleudert: taz-Devotionalien, Bücher, Magazine, Auslaufmodelle und Restposten aus dem taz Shop: Wühlen Sie sich durch 40 Jahre taz!
Sa., 05.05.2018, 10-18 Uhr & So., 06.06.2018, 10-18 Uhr
taz Café, Rudi-Dutschke-Str. 23, 10969 Berlin



*** taz Salon Bremen ***
14. JUBILÄUM MIT FOLGEN

Wir diskutieren den Prozess des Projekts "Arisierungs"-Mahnmal und dessen bisherige Ergebnisse.
Mit
- Henning Bleyl, Kulturwissenschaftler und Journalist (DJV)
- Angie Oettingshausen, Künstlerin des prämierten Entwurfs für das "Arisierungs"-Denkmal

Di., 08. Mai 2018, 19 Uhr
KiOtO im Kulturzentrum Lagerhaus, Schildstr. 12-19, Bremen
Eintritt frei
http://taz.de/!166325/

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*** Kontakt ***
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*** Impressum ***

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Rudi-Dutschke-Strasse 23
10969 Berlin
Geschäftsführer: Karl-Heinz Ruch
USt.ID: DE136627665

Amtsgericht Berlin-Charlottenburg 92 HRB 14548

E-Mail: newsletter@taz.de
Telefon: 030 259 02 119

Verantwortlich im Sinne des Presserechts:
Jochen Ronig

2018年4月26日 星期四

Morgen erscheint die neue BILANZ

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Liebe Leser,
gestatten Sie mir den Hinweis, dass morgen, am Freitag, die neue BILANZ erscheint und wir die feste Absicht haben, mit dieser Ausgabe und Ihrer Unterstützung einen neuen Verkaufsrekord aufzustellen bzw. einen alten zu brechen. Und ohne den Mund zu voll zu nehmen, sollte uns dies auch gelingen – schon allein in Anbetracht der Tatsache, dass wir erst seit dem März ordnungs- und programmgemäß allerorten im Einzelhandel vertreten, also nicht mehr der hochachtbaren „WELT" als kostenlose Beigabe hinzugefügt sind. 
 
Anders als in den vorhergehenden Ausgaben, deren Titelseiten von den Herrschertypen Wolfgang Fink (Goldman Sachs) und Paul Kagame (Ruanda) verziert worden waren, die nur Kleinreiche regieren, prangt dieses Mal das Konterfei eines Mannes auf unserem Cover, dessen Gemeinde mehr Anhänger zählt als das Christentum und dessen Rechnerprogramme beeinflussen können, was jeder dritte Mensch auf Erden sieht und hört und liest und woran er glaubt. Dies sollte genügend Nachfrage aufwirbeln. Die Person, um die es geht, ist natürlich Mark Zuckerberg.
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In den Salons, Debattierklubs und Hauseingängen, wo man sich mit den Zuständen und Wirrsalen der Internetwirtschaft befasst, herrschen dieser Tage Schärfe, Eskalation und dicke Luft: Man schaukelt sich auf, man schaukelt sich hoch. Boshafte Bemerkungen blitzen wie Kanonenfeuer. 
 
Tadel und Vorwurf richten sich in Sonderheit gegen die Fürsten der Dunkelheit: die vier Welt- und Supermächte Google, Amazon und Apple sowie derzeit zuvörderst gegen Facebook, einen Betrieb, der für seine Datensaugkraft sowohl wie seine Sorglosigkeit im Umgang mit Nutzerinformationen berühmt und gefürchtet ist und einen Skandal unverschämtesten Ausmaßes ausgelöst hat: Fast 100 Millionen Facebook-Profile konnten von einer anrüchigen, skrupellosen Beratungsfirma eingeheimst und zur Beeinflussung der US-Präsidentschaftswahl missbraucht werden. 
 
Und zwar einfach so. 
 
Firmenchef Mark Zuckerberg wurde infolgedessen Anfang April von amerikanischen Kongressabgeordneten ins Gebet genommen: Auf unserem Cover zeigen wir ihn während dieses merkwürdigen Auftritts. Ein Mann in Kragen und Schlips, strotzend vor Bescheidenheit.
 
Die Digitalökonomie, meinen ihre Kritiker, sorge nicht für mehr, sondern weniger Wettbewerb, sie bringe Unholde, Alleinherrscher und Missetäter hervor und Schwärme schräger Vögel; sie zerstöre einen Gewerbezweig nach dem anderen, führe nicht zu mehr Offenheit und Durchlässigkeit sowie zu love & peace, o nein, sie erzeuge ein Schreckenspanoptikum von Datensammlungs- und Überwachungsinstrumenten, die wegen der Fortschritte auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz immer schwieriger zu kontrollieren und immer einfacher zu missbrauchen sind. 
 
Die Idee von der Vernetzung der Weltgesellschaft sei verdrängt worden von einer Digitalwirtschaft, der es allein um Profite und Renditen gehe, beherrscht von einer winzigen Elite junger weißer Männer in schwarzen Limousinen; angeführt von Sonderlingen, die sich als quasi-mythische Figuren inszenieren wie der selige Steve Jobs („One more thing ...") oder einen bizarren Kult des Sozialen zelebrieren wie Zuckerberg und als Idole der Gründerszene gelten, jahrelang fast närrisch verehrt auch vom Establishment der Alten Wirtschaft. Allenthalben haben diese zierlichen, munteren Leutchen sich die vollste Hochachtung nicht bloß ihrer Mitarbeiter, Anhänger und Kunden, sondern auch ihrer Widersacher, ja der Allgemeinheit zu erwerben gewusst und durften sich der innigsten Teilnahme manches gekrönten Hauptes rühmen.
 
„Die Demokratie stirbt ein Like nach dem anderen", sagt ein grimmiger Scott Galloway im BILANZ- Gespräch. Der New Yorker Universitätsprofessor betrachtet „GAFA" (Google, Amazon, Facebook, Apple) mit unüberwindlichem Misstrauen, so wie die Griechen die Pilze. Er ist der scharfkantigste Kritiker dieser vier Superkonzerne, unter deren Wucht Mutter Erde sozusagen alle Rippen im Leibe krachen.

So viel dazu.
 
Andere Novellen unserer rekordverdächtigen Mai-Ausgabe handeln von:

– der Familie Porsche, die drei Generationen lang eine nicht unbedeutende Rolle in der deutschen Wirtschaft gespielt hat, sich aber jetzt, mit der vierten, dem Großgeschehen zunehmend entzieht. Nun muss man nicht ständig Milliardenunternehmen begründen, aber von dem Hauptaktionär eines Konzerns, der fast 650.000 Menschen beschäftigt und von dem weitere Millionen Arbeitsplätze abhängen, sollte man womöglich ein wenig mehr Hingabe erwarten dürfen, mehr Bereitschaft zu Mitwirkung und Teilnahme als jenes Ausmaß an Passivität, das die Familie nunmehr an den Tag legt. Was ist nur in die Porsches gefahren, dass sie nur immer reicher und reicher und doch immer schlapper werden: bettreif, dösig und nur noch so lala? Wir sind dem Rätsel nachgegangen. Mit uns reden wollten die Porsches nicht. Sie haben wohl etwas geahnt.


Ferdinand Piëch, Foto: Bertrand Bechard/Maxppp 

– dem Autohaus Opel, das zuletzt im 20. Jahrhundert erfolgreich gewesen war und nun vom Neubesitzer PSA eine letzte Chance bekommt. Aus aktuellem Anlass haben wir Michael Lohscheller, dem aktuellen Hausherrn, auf den Zahn gefühlt. Der Mann verfolgt vernünftige Pläne und hat auf jede Frage eine Antwort, aber das hatten seine erfolglosen Vorgänger auch. Und die sind nun alle fort und vergessen.


 Michael Lohscheller, Foto: Bernd Hartung für BILANZ

– dem Schweizer Vallée de Joux, jenem Hochtal, wo die teuersten Luxusuhren der Welt hergestellt werden. BILANZ-Autor Helge Timmerberg, Deutschlands Reporter-Legende und bekanntester Reiseschriftsteller, und Frank Zauritz (Fotos) waren vor Ort und haben eine erstaunliche Bekanntschaft gemacht: die von Philippe Dufour. Er baut die kompliziertesten Uhren der Welt, und er baut sie ganz allein, denn sie sind einfach zu kompliziert, und er baut sie mit Rauch. Und im Tal nennt man ihn nur Le Fou, den Verrückten.


 Philippe Dufour, Le Fou, Foto: Frank Zauritz für BILANZ

– Nina Hollein: Während alle Welt über ihren Mann Max redet, der im August zum weltbedeutendsten Museumsdirektor aufsteigt und die Leitung des New Yorker Metropolitan Museum of Art übernimmt, haben wir mit seiner Frau in San Franzisko gesprochen. Sie ist Architektin, Modedesignerin, Buchautorin, dreifache Mutter und nirgendwo oder überall zu Hause, ganz wie man will.


Nina Hollein, Foto: Tomo Muscionico für BILANZ
 
– der Hochkonjunktur der Alten Meister auf dem Kunstmarkt: neckische Rokoko­-Ensembles, flämische Vanitas­-Stillleben, spanische Barockskulpturen, Stiche von Hans Baldung, dergleichen ist zurzeit gefragt wie nie. Schreibt BILANZ-Autor Max Hollein (genau der).
 
So, jetzt muss ich mich wieder um mein Kerngeschäft kümmern: die nächste BILANZ-Ausgabe. Sie erscheint am 25. Mai.
 
Bis dahin alles Gute, und passen Sie auf sich auf,

Ihr Klaus Boldt

P.S.: Das ganze Inhaltsverzeichnis der BILANZ im Mai sehen Sie jetzt übrigens schon im Netz.


Foto: Simone Scardovelli

BILANZ ist ab Freitag, dem 27. April, an allen Kiosken für 5 Euro erhältlich.