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2018年1月31日 星期三

Neue Vorteile und Gewinnspiele im Februar

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Lieber Herr Steven,
im Februar heißt es: mit allen Sinnen genießen.

Schauen Sie einen Gratis-Film bei INDIEswitch, lassen Sie sich von Felicitas Then mit neuen Rezepten inspirieren und gewinnen Sie mit etwas Glück ihr neues Kochbuch von "Die Foodtruckerin".

Schon gesehen? 
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  • Oder tauchen Sie in die Vergangenheit von Altkanzler Helmut Kohl ein – beim Rückblick auf sein Leben.
Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen.


Ihr Team von MEINE WELT
 
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Ein Gratis-Film für Sie
Zum Start des neuen Independent-Filmportals INDIEswitch erhalten Sie einen Gratis-Film Ihrer Wahl. Jede Woche werden unter einer Themenreihe vier neue Filme vorgestellt. Schauen Sie bspw. "Die Frau in Gold" oder "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" und freuen Sie sich auf weitere exklusive Filme in den kommenden Themenreihen. 
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Die Foodtruckerin: neue Folgen & exklusive Buchverlosung
"Die Foodtruckerin" entdeckt heimische Genüsse und stellt in vier neuen Folgen ab 11. Februar die kulinarischen Lieblingen der Deutschen vor: Brot, Bier, Pilze und Obst. Immer sonntags um 18.05 Uhr auf WELT. Anlässlich der neuen Folgen verlosen wir 10 Exemplare des brandneuen Buchs zur Sendung "Die Foodtruckerin" sowie exklusiv 1x2 Tickets für den Book-Launch am 12. Februar in Berlin. 
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N24 ist jetzt WELT 
Und was bedeutet das für Sie? Es sind keine Änderungen auf der Fernbedienung oder ein komplizierter Sendersuchlauf nötig. Wo vorher N24 war, ist nun WELT. Alles, was von WELT kommt, trägt jetzt auch einen Namen. Neu auf unserer Webseite WELT.de: ein kleines Live-TV-Fenster. So können Sie jederzeit auch das Programm online verfolgen. Schauen Sie mal rein! Es lohnt sich.  
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Unser Lesetipp
Zum Tode des Altkanzlers hat die WELT ein besonderes Lesestück mit 5 Kapiteln erstellt. Tauchen Sie in die Vergangenheit ein und werfen Sie einen Blick auf das Leben von Helmut Kohl.

Wer war er als Mensch? Wie waren die Kanzlerjahre? Was hat ihn bewegt? Ein ausführlicher Rückblick auf das Leben des Altkanzlers – mit zahlreichen Bildern und Videos. Wir sagen: lesenswert!
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2018年1月27日 星期六

Ein Mann, ein Wort: Der Ursprung von versifft im linken Szenejargon

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
in dieser Woche geht es um ein Wort, das ich in meiner Hippie-Zeit in den Siebzigerjahren erstmals gehört habe und das neuerdings ein ganz unerwartetes Comeback als Schlagwort der Rechten erlebt hat. Bei meinen Recherchen habe ich dann noch erfahren, was versifft mit Geschlechtskrankheiten zu tun hat und dass es im 19. Jahrhundert bei Goethes Herzog Karl-August noch etwas ganz anderes bedeutet hat. Kommen Sie mit mir auf eine Reise in die Wortgeschichte!
versifft
„,Hier ist alles versifft und verdreckt', beschwert sich Matthias Mangiapane. Um dann im Gespräch mit Ansgar Brinkmann zur revolutionären Erkenntnis zu kommen, dass das Dschungelcamp ,kein Hollywoodfilm', sondern eine ,billige Seifenoper' ist." (Süddeutsche Zeitung", 25. Januar)
 
„Ich bin heute zum Leiter des fraktionsinternen Arbeitskreises ,Kultur und Medien' gewählt worden. Es wird mir eine Ehre und Freude sein, dieses Amt auszuüben und die Entsiffung des Kulturbetriebs in Angriff zu nehmen" Tweet des AfD-Bundestagsabgeordneten Marc Jongen vom 23. Januar
 
„Debatte um ,links-grün-versiffte Predigt': Jetzt spricht der Priester" („Huffington Post", 31. Dezember)
 
Bedeutung
„verschmutzt" (Duden), verkommen
 
Herkunft und Wortgeschichte
Der Ausdruck versifft stammt dem Augenschein und auch meiner persönlichen Erinnerung nach aus dem linksalternativen Szene-Wortschatz der Siebzigerjahre. Horst Karasek zitiert in seinem Buch „Das Dorf im Flörsheimer Wald" 1981 einen Bewohner des Hüttendorfs, in dem sich damals die Dauerprotestierer gegen die Startbahn West des Frankfurter Flughafens niedergelassen hatten: „Sie sind aus ihrem Elternhaus, ihrer Schule, ihrem Betrieb abgehauen und in den Wald gezogen. Sie suchen nach einem warmen Nest, einer Gruppe, die sie auffängt. Zerfällt die Gruppe, weil keiner dem andern die Wärme geben kann, die er doch selber sucht, verkommt die Hütte. Sie versifft, wie wir es nennen." 1985 beschreibt Matthias Horx in „Das Ende der Altnativen" eine WG-Küche: „Das Chaos in der Küche ist guter Durchschnitt, mal gibt es opulente Essen, mal ist das Interieur »versifft« - die Bewohner tragen es mit erstaunlicher Fassung, ohne daß daraus die übliche Krisendynamik erwüchse."
 
Ungefähr zur gleichen Zeit kommt auch das Adjektiv siffig „schmutzig" und das Verb siffen „klebrig sein, undicht sein" auf. Noch älter ist das Substantiv Siff, das heute mit der Bedeutung „Schmutz" im Duden steht. In Ernest Bornemanns epochalem Werk „Sex im Volksmund. Der obszöne Wortschatz der Deutschen" wird Siff neben Siffel 1971 als umgangssprachliche Abkürzung für die Geschlechtskrankheit Syphillis genannt. In Hubert Fichtes Hamburger Szeneroman „Die Palette" hieß es schon 1968 über eine Figur: „Ich nehme an, wenn er einen Siff hätte, würde er keine Schlaftabletten, sondern Antibiotika schlucken." Da Geschlechtskrankheiten im Allgemeinen mit Schmutz und Verkommenheit verbunden wurden, hat sich von daher wohl die heutige Bedeutung des Worts entwickelt.
 
Seit Mitte der Zehnerjahre hat sich versifft zu einem Schlagwort rechter Politiker und Demagogen entwickelt. In der „Zeit" hieß es 2014 über den Schriftsteller Akif Pirinçci, der in jenem Jahr mit „Deutschland von Sinnen" einen Bestseller hatte: „In einer Mittagssendung im ZDF hat Pirinçci von einer ,rot-grün versifften Politik' gesprochen."  2016 zitiert das gleiche Medium den AfD-Politiker Jörg Meuthen: „Meuthen betonte, er wolle weg vom ,rot-grün-verseuchten und leicht versifften 68er-Deutschland, von dem wir die Nase voll haben'." In diesem Zusammenhang ist es zu sehen, wenn sich der AfD-Bundestagsabgeordnete Marc Jongen der Entsiffung des Kulturbetriebs widmen möchte.
 
In älteren Dialekten gab es versifft auch in der Bedeutung „ersäuft" oder „ertrinken". 1931 wird in der Zeitschrift „Mein Heimatland" eine alemannische Legende aus dem Schwarzwaldgebiet überliefert, in der es heißt: „Der Forstherr von der Viberach In der Biebrig het e Ferschter sii Frau versifft. Druf het er sich ghenkt. Awer er het kai Nueh im Tod. Ewig derf er geischtere. Er mueß d Knoche sueche von der Frau, tief im Wasser drin, Oft härt mern grawe." Und in der „Gartenlaube" steht 1867 eine Geschichte über den Goethe-Herzog Karl August von Weimar, der sich von einem Bauern durch einen Fluss kutschieren lässt. Der Kutscher treibt die Pferde an: „Jü! Jü! Jü! Was an Galgen soll, versifft net im Wasser! jü! jü!"
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ins Fäustchen lachen
Die Redensart mit dem Sinn "schadenfroh sein, sich heimlich freuen" existiert seit dem 17. Jahrhundert. In Johann Walthers Sammlung beispielhafter Reden und Predigten "Tempe Historica" heißt es 1669: "Dieses ist eine böse That/ und der Teuffel/ welcher es hernach ins Fäustigen / wie man redet/ wird gelachet haben/ darzu Anstiffter gewesen."
Aus dem Tongaischen: Tabu
Das Wort hat der berühmte Weltumsegler Captain James Cook zu uns gebracht. Er verstand das tongaische tapu, das eigentlich „gekennzeichnet" (im Sinne von „dem Herrscher vorbehalten") bedeutet, so, als er es auf Tongatapu, der Hauptinsel des Königreichs Tonga, hörte. Am 15. Juni 1777 erklärt es Cook in seinem Reisejournal: „Tabu, a word of a very comphrehensive meaning but in general signifies forbidden." Auch Georg Forster, der Deutsche, der mit Cook auf Reisen war, erwähnt es schon in der Form Tabbu, aber nur als Bestandteil des Namens diverser Inseln. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert wird Tabu in der Bedeutung "kultisches Gebot, gewisse Gegenstände, Personen, Tiere, Pflanzen, Orte zu meiden" aus dem Englischen ins Deutsche entlehnt. In Ludwig Feuerbachs religionskritischem Buch „Das Wesen des Christentums" gibt es 1841 ein Kapitel mit dem Titel „Tabu, Moloch und Sabbath".
Vögel dich, Goethe!

Ein EU-Gericht hat entschieden, dass der Filmtitel "Fack ju Göhte" nicht als Marke geschützt werden kann, weil er anstößig sei.

Ich habe das zum Anlass genommen, die hochinteressante Geschichte der Wörter fuck und ficken im Englischen und Deutschen zu erkunden.

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Rein zufällig habe ich mich kurz vorher mit Michael Niedermeier, dem Leiter der Berliner Arbeitsstelle des Goethe-Wörterbuchs über den erotischen Wortschatz des Dichters unterhalten.

Goethe, der mitunter recht drastisch werden konnte, bevorzugte ein anderes Verb für den Geschlechtsverkehr (für Digital-Abonnenten der WELT)

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Auf der Insel Helgoland existiert ein eigener Dialekt des Friesischen, das Halunder.

Jetzt stirbt dieser Dialekt allmählich aus. Nur noch rund 100 Leute beherrschen ihn und er wird nicht mehr an die Jüngeren weitergegeben, berichtet der Deutschlandfunk.

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